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Q&A mit dem Künstler Nicolas Delort

Interview

Q&A mit dem Künstler Nicolas Delort

Wie hat die Liebe zu Castlevania seine Kunst beeinflusst?

Maarten

10-05-2019 ⋅ 7 min read

Nicolas Delorts Arbeit wurde mit zwei Goldmedaillen der New York Society of Illustrators (2013 und 2014) und zwei Gold-Awards der Spectrum Fantastic Art (2014 und 2016) ausgezeichnet. Seine bevorzugten Medien sind Scratchboard und Tusche, die er auch für die Gestaltung seines Werkes „Castlevania: Symphony of the Night“ verwendete.

Cook and Becker: Kannst du uns ein wenig mehr über dich selbst erzählen?
Nachdem ich einige Zeit lang herumgezogen bin, habe ich mich in den Vororten von Paris niedergelassen und arbeite nun seit etwa sieben Jahren hauptberuflich als freiberuflicher Illustrator. Ich arbeite von meinem heimischen Studio aus, das ich nur verlasse, um mit meinem Hund Nook spazieren zu gehen. Ich habe für Zeitschriften, Verlage, Videospiele, Kunstgalerien und Popkulturgalerien in Europa und den USA gearbeitet, daher ist meine Arbeit immer abwechslungsreich und es wird niemals langweilig!

Du bist ein großer Fan von Konamis „Castlevania: Symphony of the Night“. Kannst du uns etwas darüber erzählen, was dieses Spiel für dich besonders macht?

Castlevania: Symphony of the Night


Ich bin seit den ersten Spielen auf dem Gameboy und später dann auf dem SNES ein Castlevania-Fan. Symphony of the Night war eines der ersten Spiele, die ich auf der PlayStation gespielt habe. Ich hatte keine eigene PlayStation, aber die meisten meiner Freunde hatten eine, und ich habe schöne Erinnerungen daran, meine Freunde zu besuchen, um damit zu spielen. Ayami Kojimas Artwork für das Spiel gehört außerdem zu den Dingen, die mich zum Zeichnen gebracht haben. Ich habe so viel Zeit damit verbracht, ihre Alucard-Grafiken in meine Schulhefte zu kopieren!

Welche anderen Spiele hast du als Kind sonst noch gespielt?

Meine Eltern haben uns nie erlaubt, eine Spielkonsole zu Hause zu haben, mit Ausnahme des Gameboys, also sind meine Geschwister und ich mit PC-Spielen aufgewachsen. Spiele von LucasArts oder Sierra, wie die „Monkey Island“- oder die „King's Quest“-Serie. Ich spielte auch ziemlich viel Civilization, Diablo/Diablo II und Warcraft II. Dann kam ich zu Final Fantasy, beginnend mit FFVII, danach spielte ich alle anderen Spiele der Serie, die ich in die Finger bekommen konnte.

Beziehst du für deine persönlichen Arbeiten viel Inspiration aus Spielen?

Bis zu einem gewissen Grad, ja, definitiv. Videospielkunst war schon immer ein Teil meines künstlerischen Werdegangs, und selbst wenn ich keine richtige Fan-Kunst mache, bleiben all diese Einflüsse immer noch im Hinterkopf. Was ich von den Videospielen, die ich gespielt habe, mitgenommen habe, ist ein Faible für wirklich stimmungsvolle Szenen. Ich stelle mir immer wieder gerne vor, dass, wenn du auf magische Weise in eine meiner Illustrationen transportiert würdest, es dich dazu bringen würde, 'Woah! zu sagen und die Umgebung erkunden zu wollen!

Was war deine Hauptinspiration für die Illustration, die du angefertigt hast?

Ich wollte auf jeden Fall der Kunst von Ayami Kojima eine Hommage erweisen und gleichzeitig meine persönliche Note einfließen lassen. Also habe ich versucht, die Charaktere in meinem Stil neu zu interpretieren, während ich gleichzeitig ihrem ursprünglichen Design treu geblieben bin. Dabei habe ich versucht, alle ikonischen Elemente des Spiels zu einer stimmigen Komposition zu kombinieren, mit starken Formen und stimmungsvollem Licht.

Du bist im Internet durch deine ganz persönlichen Arbeiten und die von der Popkultur inspirierten Kunstwerke bekannt geworden. Wie bist du dazu gekommen, in dieser Popkultur-Nische zu arbeiten?

Im Jahr 2012 habe ich in meiner Freizeit ein paar Bilder zu Harry Potter angefertigt, nur so zum Spaß. Sie erhielten in den sozialen Medien (Tumblr zu der Zeit) jede Menge Zuspruch und ich wurde schnell immer bekannter.
Olly Moss arbeitete damals mit Mondo zusammen, und er kontaktierte mich, um mich zu fragen, ob ich daran interessiert sei, ein Poster für sie zu machen. Ich weiß nicht, wo er meine Kunst zum ersten Mal gesehen hat, aber ich bin ihm ewig dankbar, dass er mir eine Chance gegeben hat.
Etwa zur gleichen Zeit gab James von Black Dragon Press für den Start seiner Druckerei ein Nosferatu-Poster bei mir in Auftrag und der Druck war ein großer Erfolg ... und von da aus kam alles irgendwie so richtig in Fahrt!

Machst du einen Unterschied zwischen den beiden? Schätzt du eins mehr als das andere?

Nicht wirklich. Ich mag beides gleichermaßen und versuche, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden. Die Popkulturarbeit bringt eine Reihe von Einschränkungen mit sich (Charakterentwürfe, Aussehen usw.) und die persönliche Arbeit hat keine Einschränkungen ... und das kann manchmal schwieriger sein ... wenn man alles zeichnen kann, was zeichnet man? Ich stelle mir gerne vor, dass alle meine Illustrationen, auch die von der Popkultur inspirierten, in derselben Welt wurzeln, so dass meine gesamte Arbeit als Ganzes betrachtet wie eine zusammenhängende Sammlung erscheint.

Was hältst du vom aktuellen Stand der popkulturell inspirierten Kunst? Siehst du bestimmte Trends?

Ich muss zugeben, dass ich kein großer Sammler bin (obwohl ich mir wünsche, dass ich mir mehr Kunst leisten könnte), also achte ich nicht wirklich auf den Markt im Allgemeinen, abgesehen von Veröffentlichungen meiner Freunde und Kollegen. Ich weiß, dass es eine Vielzahl von Stilen und Themen gibt, so dass es für jeden etwas dabei ist.

Worauf achtest du, wenn es darum geht, dich für eine Auftragsarbeit zu entscheiden?

Aufträge, von denen ich weiß, dass die Arbeit an ihnen Spaß machen wird ... und manchmal kann man das am Anfang nicht so klar ersehen, also schaffe ich es immer, einen Job, den ich übernommen habe so zu gestalten, dass er Spaß macht. Wenn ich nicht gerne an einem Stück arbeite, dann sieht man es auch. Deshalb versuche ich es immer irgendwie an meine Welt „anzupassen“, selbst wenn die Thematik des Bildes weit von meinen üblichen Arbeiten entfernt ist.

Wann und wie hast du dich entschieden, deine Illustrationen mit der Scratchboard-Technik zu gestalten?

Vor etwa sieben Jahren. Früher habe ich Stift- und Tuschezeichnungen gemacht (die nicht annähernd so detailliert waren wie das, was ich jetzt mache), aber ich fand das Medium schnell ein wenig begrenzt für das, was ich erreichen wollte. Ich wollte ins Radieren/Gravieren einsteigen, aber das war zu teuer und ich konnte keinen guten Kurs finden. Also habe ich nach ein wenig Recherche das Nächstbeste gefunden - das Scratchboard - und ich habe das seitdem nicht bereut!

Bietet diese „traditionelle“ Arbeitsweise etwas, was digitale Techniken nicht bieten?

Wenn ich vollständig digital arbeite (das kommt vor), habe ich das Gefühl, dass ich nie mit der Arbeit an einem Werk fertig bin. Du kannst jederzeit hineinzoomen und mehr Details ausarbeiten, die Farben endlos optimieren, dieses oder jenes bisschen aufpolieren usw. Die Scratchboards, die ich verwende, erlauben eigentlich keine Wiederholungen, sobald ein Bereich ausgekratzt ist, gibt es kein zurück. Wenn ich einen großen Fehler gemacht habe, fange ich von vorne an. Falls (oder eher wenn) ich kleinere Fehler mache, behebe ich sie in der Nachbearbeitung mit Photoshop. Aber sobald ein Werk fertig ist, fixiere ich es, damit ich nicht mehr weiter daran herumarbeiten kann; und weil ich etwas Greifbares geschaffen habe, habe ich wirklich das Gefühl etwas geleistet zu haben.

Welche Frage würdest du gerne gestellt bekommen, aber niemand stellt sie dir?

Wer mein Lieblingsmusikkomponist für Videospiele ist ... Es ist Nobuo Uematsu (für Final Fantasy berühmt)! Obwohl - wenn sie so weitermacht wie bei Bloodborne and Dark Souls 3 - Yuta Kitamura eine Anwärterin auf den Titel sein könnte!

Der Kunstdruck „Castlevania: Symphony of the Night“ ist Teil unserer offiziellen Konami-Kollektionein, und ist verfügbar in in zwei Editionen erhältlich: der Standard-Edition und der Luxus-(Groß)-Ausgabe. Solange der Vorrat reicht, werden beide Ausgaben dieses Drucks mit einem exklusiven Alucard-Emaillepin ausgeliefert, der von Nico entworfen wurde!

Surface Tension 52 - Douglas D. Prince

 
Das machen von

Castlevania: Symphony of the Night Kunstdrucke


Der Pariser Künstler Nicolas Delort schuf einen schönen Kunstdruck von Castlevania: Symphony of the Night mit Tusche auf Scratchboard.