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Die bombastische Kunstrichtung von Persona 5

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Die bombastische Kunstrichtung von Persona 5

Lesen Sie mehr über das Videospiel und seine besondere Kunstrichtung.

Arjan Terpstra

28-03-2018 ⋅ 4 min read

Persona 5 ist ein vom japanischen Studio Atlus entwickeltes Rollenspiel, das erstmals im September 2016 in Japan und im April 2017 weltweit veröffentlicht wurde.

Trotz seines gewagten, ausgereiften Inhalts und seines ausgeprägten japanischen Kunstgeschmacks wäre es das meistverkaufte Atlus-Spiel aller Zeiten, ein klassisches JRPG, das beim Publikum auf der ganzen Welt Anklang findet.

Die sechste Folge der Persona-Spielserie ist auch Teil der größeren Megami Tensei-Franchise mit Spielen, Manga, Anime und Fernsehserien.

Das Spiel spielt im heutigen Tokio und folgt einer Gruppe aufgewühlter Gymnasiasten, angeführt vom Protagonisten Joker, die Freiheit von einer Welt suchen, die von korrupten Erwachsenen regiert wird.

Die Dauer des Spiels beträgt ein Schuljahr, in dem die Gruppe die gleichnamigen "Persona"-Kräfte der Serie findet und ein übernatürliches "Metaversum" erforscht, in dem sie maskierte Vigilanten sind, die in das Unterbewusstsein der Menschen, denen sie im wirklichen Leben begegnen, eindringen und versuchen, die bösen Züge der Person auszulöschen.

Thematisch porträtiert Persona 5 ein Universum der Adoleszenz und des Erwachsenwerdens.

Die Szenen spielen oft vor dem Hintergrund alltäglicher Dinge wie Einkaufen oder Mittagspausen in der Schule, doch der Kern des Spiels liegt in der Behandlung harter, traumatisierender Realitäten wie sexueller Übergriffe, Depressionen oder psychischer Missbrauch, Situationen, die von den Schülern eine Art Gerechtigkeit und Erlösung verlangen, die sie im Metaversum finden.

Die kontrastreiche Mischung aus rauen und alltäglichen Themen, der ständige Wechsel zwischen der Realität eines anderen Schultages und einem phantastischen Leben, in dem Alter-Egos Dämonen beschwören, um Feinde zu besiegen, verleihen Persona 5 einen deutlich japanischen Touch.

Manchmal liest sich das Spiel sogar als Kritik an der japanischen Gesellschaft, indem es untersucht, wie ältere und mächtigere Menschen ihre jüngeren Altersgenossen in Rollen und Verhaltensweisen drängen, über die sie nicht glücklich sind.

Der Regisseur der Persona-Serie, Katsura Hashino, gab dies in einem Interview zu, in dem er Persona 5 als ein Spiel über Teenager hielt, die "gelangweilt und unzufrieden mit ihrem Leben" seien. "Sie befinden sich in einer Sackgasse, angekettet an eine Welt, von der sie es übel nehmen, ein Teil davon zu sein".

Persona 5 ist also ein Spiel über Freiheit, über Teenagerprobleme, (Fehl-)Verhalten und schurkische Haltungen. Doch trotz einiger der schwereren Themen fühlt sich das Spiel meist leicht, beschwingt und energisch an und trieft vor Selbstvertrauen und Aufbrausen.

Das visuelle Design ist herausragend, mit Charakter-Designs und Benutzeroberflächen-Designs, die hervorstechend sind, während ein (sehr empfehlenswerter) Soundtrack mit Dutzenden von peppigen Acid-Jazz-Songs den Nervenkitzel des Teenagerlebens unterstreicht.

Zusammen verbinden sie sich zu einem Spektakel aus Farben, Klang und Bewegung, das das Spiel durchgehend, auch in einigen seiner kleineren Teile, lebhaft und interessant hält.

Künstlerisch lehnt sich das Spiel stark an Manga- und Anime-Traditionen von großäugigen Beau's und gut gekleideten Bösewichten an, aber es gelingt ihm, Klischees durch das künstlerische Gespür des Art Directors Shigenori Soejima zu entkommen.

Seine Charakterentwürfe, die auf einer Speisekarte von Doraemon-, Gundam- und Miyazaki-Filmen stehen, zeichnen sich durch klare, cartoonartige Linien und eine liberale Verwendung kräftiger Farben aus.

Seine Arbeit prägt stark den allgemeinen Stil von Persona: Jedes Spiel verwendet eine starke Schlüsselfarbe als Ausgangspunkt, rot im Fall von Persona 5, unterstützt von einer Farbpalette, die die Schlüsselfarbe bis an ihre lebhaften Grenzen treibt.

Die Kühnheit der Farbschemata spiegelt sich in einem 'User Interface Design' wider, das Lehrbuchmaterial für UI-Studenten ist. Die Benutzeroberfläche spielt sich immer im Vordergrund eines Spiels ab, aber die Benutzeroberfläche von Persona 5 ist wirklich etwas, das Ihnen ins Auge fällt.

Textexplosionen in übertriebenen Schriften und scharfen, knalligen Farben werden auf übergroßen Streifen dargestellt und informieren den Spieler über Statistiken, Aktionen oder Ergebnisse, während sie gleichzeitig die jugendliche Energie der Gruppe vermitteln, der Sie folgen.

Das Endergebnis ist ein Videospiel, das aussieht wie ein lebendig gewordener Manga oder ein interaktiv gemachter Anime. Die Kunst ist raffiniert, die Charaktere stilvoll, die Präsentation bombastisch, jeder neue Splashscreen ein optischer Leckerbissen.

Das Spiel übertreibt die visuelle Darstellung absichtlich: Immer und immer wieder lädt es das Gefühl jugendlichen Optimismus und die Aufregung eines Doppellebens auf, den Nervenkitzel der Bewohnung von Personas, die einfach die coolsten Katzen sind, denen man je begegnen wird.

Persona 5 mag als ein "Spiel um Freiheit" gedacht gewesen sein, es dient auch als eine wunderbare Ode an die Jugend.