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Treffen Sie die Sammler: John und Matt Liot

Interview

Treffen Sie die Sammler: John und Matt Liot

Sammler von Videospielkunst sprechen über ihre Schätze.

Arjan Terpstra

23-09-2021 ⋅ 4 min read

In dieser Interviewreihe sprechen Sammler über ihre Liebe zur Videospiel- und Popkulturkunst, ihre persönlichen Vorlieben und die Art und Weise, wie sie ihre Objekte ausstellen. Diese Woche: Die Brüder John und Matt Liot aus Jersey im Vereinigten Königreich sprechen über ihre Liebe zu Street Fighter - aber nicht die, die Sie mögen.

Nein, die Brüder John und Matt Liot waren bisher nicht in der Lage, Feuerbälle zu beschwören. Aber wenn die Mixed-Martial-Arts-Fans in ihrer Heimat Jersey (Großbritannien) im Fitnessstudio sind und sich gegenseitig mit voller Wucht beschießen, wie man in den Videos sehen kann, die sie online teilen, dann haben sie Street Fighter immer im Hinterkopf. "Einerseits würde ich sagen, dass die Kämpfe, die wir heute machen, nichts mit den Spielen zu tun haben, die wir als Kinder gespielt haben", sagt der ältere Bruder Matt, als wir uns online treffen. "Aber es ist nicht zu leugnen, dass zwei Männer, die intensiv trainieren und sich gegenseitig in den Hintern treten, wann immer sie können, eine starke Analogie zu Ryu und Ken haben, haha."

Kontraste

Das Kampfhobby steht in krassem Gegensatz zu den Persönlichkeiten der beiden Brüder, die als unbeschwerte, kluge und mitfühlende Brüder rüberkommen, mit Tagesjobs in der IT (Matt) und als Jugendberater und Mentaltrainer (John) - sein Podcast I'm Glad You Exist ist das genaue Gegenteil von dem, was man von einem mixed martial artist erwarten würde. Wir treffen uns, um über den Akuma-Kunstdruck zu sprechen, den John Matt zum Geburtstag geschenkt hat. "Oder zu Weihnachten, ich weiß es nicht mehr genau", sagt John. "Das Wichtigste ist, dass das Bild uns stark an unsere Jugend erinnert, als wir tagelang an Street Fighter EX Plus Alpha zockten. Obwohl dieser Titel von den Kritikern als zu langsam und klobig verschrien wurde, haben wir das Spiel über alles geliebt."
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© John Liot
Kritiker

Street Fighter EX Plus Alpha (1997, in der Werbung als "EX Plus a" geschrieben) war der erste Versuch von Capcom, ihr geliebtes 2D-Kampfspiel in 3D zu bringen. Es führte 3D-Polygon-Grafik in die Street Fighter-Welt ein und bot eine Reihe neuer Charaktere, Moves und Combos, aber die Kritiker waren nicht beeindruckt. Capcom selbst brachte kurz darauf Street Fighter III auf den Markt, das da weitermachte, wo Street Fighter II aufgehört hatte, und dabei EX Plus Alpha verwaiste.
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Aber das war den jungen Matt und John völlig egal. "Ihr müsst verstehen, woher wir damals kamen", sagt Matt. "Wir haben EX Plus Alpha auf einem Flohmarkt gefunden und hatten vorher noch nie ein Street Fighter-Spiel gesehen." John fügt hinzu, dass es in den Jahren 1997-2000 in Jersey noch kein Internet gab wie heute. "Die Zeit, die man brauchte, um sich ins Internet einzuwählen, um mehr zu erfahren, war nicht einmal etwas, woran wir dachten. Man hatte das, was das Spiel darstellte, und füllte den Rest aus. Außerdem gab es in Jersey keine Spielhallen, so dass diese ganze Kultur, anderen Kindern beim Spielen von Street Fighter zuzusehen, an uns völlig vorbeiging."

Goldstandard

Street Fighter EX Plus Alpha wurde für die Jungs schnell zum Standard für Kampfspiele. Nicht, dass sie besonders gut in diesem Spiel gewesen wären, als sie es zum ersten Mal spielten, erinnert sich John. "Ich weiß noch, wie Matt mich als Akuma immer wieder besiegt hat, weil er seine Moves irgendwie vor mir herausgefunden hat. Denn so war es nun mal: Man spielte, ohne auch nur ein Quäntchen zu verstehen, warum man gewann oder verlor."

Als John also nach einem Kunstdruck für seinen Bruder suchte, musste es Akuma sein. Die Suche erwies sich als ziemlich schwierig, sagt John. "So sehr ich auch Orte wie Etsy schätze, suchte ich nach Kunst, die genau das ist: Kunst. Aus diesem Grund sammle ich gerne Kunstbücher zu Spielen, weil sie zeigen, wie viel Mühe die Künstler in ihre Arbeit stecken, wie ihre Kunst eine Geschichte oder eine Idee verkauft. Das dachte ich auch, als ich das erste Mal auf den Akuma-Druck stieß: Er sieht super interessant, zeitlos und ausdrucksstark aus und vermittelt mehr als alles andere die Dynamik eines Kampfes."
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© Capcom
Augenbrauen

Außerdem sieht es aus wie der Akuma, den man aus EX Plus Alpha kennt, auch wenn es sich technisch gesehen um Konzeptzeichnungen aus einem anderen Street Fighter-Spiel, Super Street Fighter II Turbo, handelt. "Dieses Akuma-Motiv unterscheidet sich von vielen anderen Street Fighter-Kunstwerken", sagt John. "Aber ich mag es, weil EX Plus Alpha ganz anders war. Eher kantig, auf eine andere Art ausdrucksstark." Matt nickt bei den Worten seines Bruders: "Es ist so albern, aber bei vielen Figuren waren die Augenbrauen über die Haare gezogen! Dieser Kunststil ist so ausdrucksstark und schrullig, man konnte ihn einfach lieben und man hatte das Gefühl, dass das Entwicklerteam Spaß daran hatte."
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© John Liot

Street Fighter Fine Art Print Collection

Hadouken!